Die westdeutschen Kanäle wurden vor rund 100 Jahren gebaut, um insbesondere das rheinferne östliche Ruhrgebiet über den Rhein mit den Rheinmündungshäfen sowie über das Kanalsystem mit den deutschen Nordseehäfen und den Industriegebieten der Stromregionen Weser, Elbe und Oder zu verbinden.
Um auch weiterhin im stark steigenden Güterverkehr konkurrenzfähig zu bleiben und den seit Jahren in der Größe der Schiffseinheiten wachsenden Schifffahrt einen Transportweg mit modernen Abmessungen zu bieten, sind die Westdeutschen Kanäle in einem langfristigen Programm zur Wasserstraßenklasse Vb und damit für den Verkehr mit Motorgüterschiffen und Schubverbänden mit Abmessungen bis zu 185 m Länge, 11,40 m Breite und einer Tragfähigkeit von 4000 t bei einer Abladetiefe von 2,80 m auszubauen.
Die Ausbaustrecke Los 7 des RHK liegt im Norden der Stadt Castrop-Rauxel. Hier kreuzt die Emscher, deren Bett teilweise beim Kanalbau verwendet wurde, als stark kanalisierter Abwasserkanal den RHK in einem 1927 errichteten Durchlass. Aus Altersgründen und aus Gründen des Kanalausbaues ist der alte Emscherdurchlass durch einen rund 200 m weiter nördlich liegenden Neubau zu ersetzen.